Stellungnahme Tierversuche

Gerne möchten wir Ihnen in der Folge eventuelle Befürchtungen zur Testung unserer Produkte an Tieren nehmen und diese Frage so gut wie möglich zu Ihrer Zufriedenheit beantworten.

Wie Ihnen sicherlich bekannt ist, schreibt der Gesetzgeber zum Schutze des Verbrauchers eine detaillierte Untersuchung eines jeden Inhaltsstoffes eines neuen Kosmetikproduktes vor, um dessen Ungefährlichkeit unter Beweis zu stellen. Diese Untersuchung geschieht streng nach den Vorgaben des Gesetzgebers. Dem Hersteller obliegt es demnach, den Verbraucher zu schützen und die vollständige Harmlosigkeit seiner Produkte nachzuweisen. Untersucht werden müssen dabei z.B. die Resorption (Aufnahme in den Körper), Photoirritation (Irritation der Haut bei Sonnenbestrahlung), Augen- und Hautreizungen. Das heißt, dass grundsätzlich jede Neuentwicklung auf dem Kosmetikmarkt auf diese Parameter geprüft wird.

Was das Unternehmen Pierre Fabre Dermo-Kosmetik betrifft, so liegt uns die Unversehrtheit der Natur und des Lebens in jeglicher Form sehr am Herzen. So entwickeln wir schon seit einigen Jahren aktiv Alternativmethoden, um Tierversuche zu ersetzen.

In der Praxis testen wir die Formulierungen unserer eigenen Produkte, von denen uns die Ungefährlichkeit der Inhaltsstoffe bekannt ist, nicht am Tier.

Für jeden der von uns verwendeten Rohstoffe liegt uns eine vollständige toxikologische und bakteriologische Analyse vor. Diese Analyse erhalten wir entweder von unseren Zulieferfirmen oder von nationalen und internationalen Datenbanken, die wir regelmäßig konsultieren.

Schließlich wird jede einzelne Rohstofflieferung, die unsere Produktionsstätten erhält, genauestens chemisch und bakteriologisch auf ihre Reinheit hin untersucht. Dies erlaubt uns,  die gleichbleibende Qualität der Materialien, die in unsere Kosmetika eingehen, zu garantieren.

Pierre Fabre Dermo-Kosmetik wendet zur Zeit folgende In-Vitro-Alternativmethoden zu Tierversuchen routinemäßig an:

  • Durch Zytotoxizitätstests (Untersuchung auf Zellgiftigkeit) an Bindegewebszellen (Fibroblasten) werden die Reizwirkungen chemischer Substanzen festgestellt.
  • Ermittlung der Phototoxizität eines Produktes durch Zytotoxizitätstests an Zellkulturen in Kombination mit simulierter UVA / UVB-Strahlung und sichtbarer Sonnenstrahlung. Damit wird geklärt, ob Sonnenlicht eine toxische Reaktion mit dem zu untersuchenden kosmetischen Inhaltsstoff auf der Haut auslöst.
  • Mit dem HET-CAM-Test (Zellkultur-Test) werden Augen- und Schleimhautreize am Gewebe befruchteter und bebrüteter Hühnereier gemessen , um Irritationen am Auge nicht mehr am lebenden Kaninchen testen zu müssen.
  • Ermittlung von Reizwirkungen einer Substanz am Hautkultur-Test, eine Untersuchung an 50mm2 Human-Hautstücken).
  • Messungen der perkutanen Penetration an Humanhaut ermitteln den Grad der Aufnahme eines Rohstoffes über die Haut.
  • Ermittlung von Hautirritationen durch Tests an freiwilligen menschlichen Probanden.
  • Untersuchungen zur Hypoallergenität der Produkte an freiwilligen, polysensiblen Probanden.

Wie Sie sehen, sind wir seit langem von der Notwendigkeit alternativer Methoden, die Tierversuche ersetzen, überzeugt und setzen uns aktiv für die Anwendung von Alternativen ein.

Wenn bisher außerhalb der EU zu bestimmten Sicherheitsfragen für einen Produktinhaltsstoff zur Erfüllung der Anforderungen der EG-Kosmetik-Richtlinie ein Tierversuch durchgeführt wurde, durfte das Produkt in der EU aber noch vermarktet werden.

Das ist seit dem 11. März 2013 nicht mehr möglich. 

Allerdings müssen alle Inhaltsstoffe auch weiter nach chemikalienrechtlichen Vorgaben abgesichert werden.

Alle Kosmetik-Produkte müssen seit dem 11. März 2013 also folgende Anforderungen erfüllen:

  • Verbot der Durchführung von Tierversuchen mit kosmetischen Fertigprodukten
  • Verbot der Vermarktung von kosmetischen Mitteln, bei denen das Fertigprodukt und/oder die Rohstoffe im Tierversuch geprüft wurden 

(Das Vermarktungsverbot gilt nur für Tierversuche, die zur EU-kosmetikrechtlichen Absicherung ab dem 11. März 2013 durchgeführt werden) 

Sollten Sie noch Fragen haben, sind wir selbstverständlich jederzeit gerne für Sie da.