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Der Sonnenratgeber: Das sollten Sie wissen!

Die Sonne spendet Energie und Leben. Doch zu viel Sonne ist zu viel des Guten, ganz besonders für unsere Haut. Im Avène-Sonnenratgeber erfahren Sie, wie Sie Ihre Haut richtig schützen. Und noch einiges mehr.



Die Haut im Lichte der Sonne

Schon die ersten Sonnenstrahlen lösen einen natürlichen Schutzmechanismus der Haut aus: das Bräunen.
Die Pigmentzellen (Melanozyten) bilden Melanin. Dieser bräunliche Hautfarbstoff legt sich schützend um die Zellkerne und fängt einen Teil der Sonneneinstrahlung ab.

Dauer und Intensität dieses Vorgangs hängen vom Fototyp der Haut ab. UV-A-Strahlen (langwellige ultraviolette Anteile im Sonnenlicht) dringen tief in die Haut ein und schädigen die elastischen Bindegewebsfasern. Dies führt zu vorzeitiger Hautalterung, in einigen Fällen auch zu Sonnenallergien. UV-B-Strahlen (kurzwellige ultraviolette Anteile im Sonnenlicht) hinterlassen ihre Spuren vor allem auf der Hautoberfläche. Sie gelten als Verursacher von Sonnenbrand. Bei der Entstehung von Hautkrebs spielen beide Strahlenformen eine Rolle.

Übliche Hautreaktionen

Die Bräunung ist eine natürliche Reaktion der Haut gegen UV-A- und UV-B-Strahlung. Der Hautfarbstoff Melanin färbt die Haut braun- bis goldfarben. Die Menge des Melanins bestimmt den Bräunungsgrad und somit die Widerstandskraft der Haut gegen die Sonne.

Ein Sonnenbrand ist die Folge von übermäßiger Sonnenbestrahlung. Auslöser sind vor allem die UV-B-Strahlen. Bei einem Sonnenbrand ersten Grades ist die Haut gerötet. Bei einem Sonnenbrand zweiten Grades wirft die Haut Bläschen und pellt sich. Weitergehende Folgen können Ohnmachtsanfälle, Kopfschmerzen, Fieber und Dehydrierung sein.

Anormale Hautreaktionen (Foto-Dermatose)

Foto-Dermatosen sind Hauterkrankungen, die auf direkte Sonneneinstrahlung zurückzuführen sind. Einige Dermatosen werden vor allem durch UV-B-Strahlung ausgelöst (z. B. Sonnenbrand), andere wiederum durch UV-A-Strahlung (z. B. Hautalterung). In den meisten Fällen sind jedoch beide Strahlenformen verantwortlich.

Polymorphe Licht-Dermatosen (PLD) sind weit verbreitet und allgemein als „Sonnenallergie“ bekannt. Dieser Terminus ist insofern unzutreffend, da es sich dabei nicht um eine allergische Reaktion handelt. Charakteristisch ist ein Ausschlag auf dem Dekolleté und an den Unterarmen.

Lichtempfindlichkeit ist normalerweise keine unmittelbare Folge von Sonnenbestrahlung. Ausgelöst wird sie von so genannten Photosensitizern, die in Pflanzen, Parfums oder auch Antirheumatika enthalten sein können. Auf die Haut aufgetragen oder oral zugeführt verstärken sie die Empfindlichkeit der Haut gegenüber UV-Einstrahlung.

Chronische Hautreaktionen

Pigmentflecken sind bräunliche Stellen auf der Haut. Sie sind eine Folge starker Sonnenbestrahlung.

Frühzeitige Hautalterung tritt besonders in Gesicht und Nacken sowie auf Handrücken und Unterarmen auf. Sichtbar wird sie durch Falten, elastischere und dünnere Haut sowie verdickte und gelbliche Haut an Wangen und Nacken.

Die aktinische Keratose ist eine durch wiederholte Sonnenexposition verursachte Schädigung der Haut. Sie äußert sich meist durch Verhornungsstörungen im Gesicht, auf Handrücken und Kopfhaut. Sie gilt als Vorstufe zu Hautkrebs und muss ärztlich behandelt werden.

Hautkrebs kann durch andauernde Sonnenbestrahlung ausgelöst werden. Ein verantwortungsbewusstes Verhalten in der Sonne verringert das Erkrankungsrisiko erheblich. Hautkrebs tritt bei Menschen mit weißer Hautfarbe üblicherweise als Plattenepithelkarzinom und Basaliom auf. Es handelt sich dabei um bösartige Tumore, die angrenzende Strukturen im Gesicht zerstören.

Basaliome zeigen sich zunächst häufig als kleines, glasig-weißliches bis rötliches Knötchen mit feinen Äderchen.

Plattenepithelkarzinome sind anfangs als warzenähnlicher, flacher Knoten zu erkennen. Im Gegensatz zum Basaliom können sie Metastasen bilden.

Melanome sind am gefährlichsten. Sie bilden Metastasen, können sich rapide ausbreiten und gesunde Organe befallen. Melanome erscheinen meist als unregelmäßige braune oder schwarze Punkte auf der Haut, die sich auch aus Leberflecken und Muttermalen heraus entwickeln können und sehr schnell an Größe zunehmen. Eine frühzeitige Erkennung und Entfernung ist überlebensnotwendig!