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Anleitung Hautuntersuchung

Vom Muttermal zum Melanom


Sonne und Hautkrebs

Es besteht heute kein Zweifel mehr, dass übermäßige Sonneneinwirkung krebserregend wirkt. Unter den verschiedenen Formen des Hautkrebses ist das Melanom, der schwarze Hautkrebs, der wohl gefährlichste Hauttumor überhaupt. Dabei spielen Sonnenbrände, die im frühen Kindes- und Jugendalter auftreten, eine besonders große Rolle. Die beste Vorbeugung ist es, unsere Haut während unseres ganzen Lebens vor übermäßiger Sonneneinstrahlung zu schützen.

Mit einen Mal fängt es an

Muttermale oder Leberflecken haben ihren Ursprung in den Pigmentzellen und werden deshalb auch Pigmentmale genannt. Fast jeder Mensch besitzt diese Pigmentmale, eine zumeist harmlose Fehlbildung der normalen Pigmente. Sie entstehen im Laufe des Lebens und werden durch UV-Strahlung begünstigt. Muttermale können aber auch genetisch bedingt und angeboren sein. In seltenen Fällen werden Pigmentzellen auch bösartig. Dann bilden sich kleine Tumore, die zwar den harmlosen Muttermalen zunächst ähnlich sehen, sich aber früher oder später aggressiv verhalten. Es entsteht das maligne Melanom (schwarzer Hautkrebs). Das Melanomrisiko steigt mit der Anzahl der erworbenen Muttermale - dies ist abhängig von genetischen Faktoren, vom Hautyp und von der Anzahl der erlebten Sonnenbrände. Sonnenbrände im Kindes- und Jugendalter erhöhen
das Risiko um ein Vielfaches.

Lassen Sie Ihre Muttermale regelmäßig vor jedem Sommerurlaub überprüfen – denn der Check danach verfälscht das Ergebnis.

Suchen Sie Ihre Haut regelmäßig nach möglichen bösartigen Melanomen ab, um schlimmeren Folgen möglichst zu entgehen und damit Ihr Arzt rechtzeitig eine entsprechende Behandlung einleiten kann. Es ist sehr einfach, die Untersuchung entweder alleine oder mithilfe eines anderen Menschen durchzuführen. Sie müssen nur den unten aufgeführten Regeln Folge leisten und die Kontrolle sehr genau durchführen.

So untersuchen Sie Ihren Körper richtig

  • Untersuchen Sie zunächst Ihren Körper an der Vorderseite und am Rücken sowie von den Seiten. Achten Sie darauf, dass Sie Ihre Arme in die Luft strecken, damit Sie auch mögliche Veränderungen unter den Achseln entdecken.
  • Das Gleiche geschieht nun mit den Unter- und Oberarmen. Vergessen Sie nicht ihre Handflächen.
  • Schauen Sie sich dann genau die Beine und auch die Füße an. Insbesondere die Haut zwischen den Zehen sollte inspiziert werden.
  • Nehmen Sie sich nun einen Handspiegel zur Hand, sodass sich das Bild des Wandspiegels darin reflektiert. Untersuchen Sie den Bereich des Nackens und der Kopfhaut so gut es geht.
  • Zum Schluss schauen Sie sich ebensfalls mit dem Handspiegel Ihren unteren Rückenbereich und das Gesäß an.

Verschiedene Merkmale von Melanomen

Mit dieser kleinen Hilfe können Sie bösartige Veränderungen Ihrer Muttermale leichter erkennen. Untersuchen Sie Ihren Körper unter Einbeziehung dieser Eigenschaften von Melanomen im Vergleich zu gutartigen Leberflecken.

Muttermale: Die ABCD - Regel

Der Verdacht eines Melanoms besteht bei einem Muttermal, wenn es:
A eine Asymetrische (unregelmäßige) Form aufweist
B eine unregelmäßige Begrenzung hat
C keine gleichmäßige Farbe (Colour) aufweist und
D einen Durchmesser von mehr als 6 mm besitzt

Asymmetrie

Muttermal: Rund und symmetrisch

       

      Melanom: Unregelmäßige Form

      Begrenzung

      Muttermal: Regelmäßige Begrenzung

           

          Melanom: Unregelmäßige, graue und zackige Begrenzung

          Farbe

          Muttermal: Gleichmäßiger dunkler und hellbrauner Farbton

              Melanom: Unregelmäßiger Farbton, hell und dunkel

              Durchmesser

              Muttermal: Kleiner Durchmesser (< 2 mm)

                  Melanom: Größerer Durchmesser (> 2 mm)